Anforderungen eines Businessplanes

In meinem Blog #01 habe ich dir erzählt, was ein Businessplan ist und warum er so wichtig ist. Hier erkläre ich dir

a) die Anforderungen eines Businessplanes

b) welche strategischen Überlegungen wichtig sind

c) wie ein Businessplan aufgebaut ist und

d)was du beim Schreiben eines Businesspl anes beachten solltest.

Bei einem Businessplan gibt es viele Anforderungen, die unabhängig von der Geschäftsidee, zu beachten sind. Ein guter Geschäftsplan muss klar gegliedert und gut verständlich, realistisch und nachvollziehbar geschrieben sein. Damit wird sicher gestellt, dass beispielsweise Kapitalgeber sofort die Inhalte verstehen. Genauso wichtig ist, dass er kurz und knapp gestaltet wird, die Inhalte aussagekräftig und leicht lesbar sind und der Businessplan in einem optisch ansprechendem Layout präsentiert wird.

 

DER BUSINESSPLAN IST EINE WICHTIGE ENTSCHEIDUNGSGRUNDLAGE!

ER IST HANDBUCH UND LEITFADEN ZUGLEICH

 

Welche strategischen Überlegungen sind wichtig?

Die Beschäftigung mit DIR als Unternehmerpersönlichkeit (Mindset, Glaubenssätze). Selbst Klarheit über deine eigenen Stärken und Schwächen gewinnen.

Wie verwandelst du deine Idee/Vision in eine konkrete Strategie? – Mach dir Gedanken wie du dein Unternehmen nach außen präsentieren möchtest? – Wo willst du dich positionieren? – Welchen Kundennutzen hat dein Produkt/Dienstleistung? – Angebotsentwicklung und Positionierung ohne den richtigen Fokus ist nicht zielführend!

Analysiere deine derzeitige Situation und welche Ergebnisse willst du erreichen? – Definiere Maßnahmen die dazu notwendig sind?

Den eigenen Markt und Wettbewerb solltest du kennen! – Mit welcher Strategie willst du dich von der Konkurrenz abheben?

Bist du dir deiner Risiken bewußt (Risikoanalyse)?

Viele unterschätzen die Wichtigkeit der Finanzplanung. Mit einem Finanzplan kannst du jedoch deine Geschäftsidee schon im Vorfeld ziemlich gut abschätzen, ob diese auch zu einem profitablen Business taugt.

Im Arbeitsalltag bleibt oft wenig Zeit für strategische Überlegungen. Dabei ist dies eine wichtige Grundlage für die Entwicklung des Unternehmens und des Geschäftserfolges.

 

Aufbau (Inhaltsverzeichnis) eines Businessplanes – was muss rein in den Businessplan

Ein Businessplan ist mehr als nur eine Aufstellung von Zahlen. Er beschreibt alle Aspekte deines Unternehmens. Er zeichnet ein zusammenhängendes Bild in deinem Kopf, das dir Orientierung gibt auf:

  • deine Idee|Produkt|Dienstleistung, deine Positionierung, dein Angebot, deinen USP, den Kundennutzen
  • deinen Markt und Wettbewerb, deinen Zielkunden
  • deine Marketingmaßnahmen, deinen Vertrieb
  • dein Unternehmen, mit dir als Unternehmerpersönlichkeit, dein Ziel, deine Mitarbeiter, deine Unternehmensphilosophie, deinen Standort, deine Rechtsform, deine Kooperationspartner
  • deine Umsatzplanung, deine Kostenplanung, deine Kapitalbedarfsplanung, deine Rentabilitätsplanung und deine Liquiditätsplanung
  • deine Umsetzungsplanung (Realisierungsfahrplan)
  • das laufende Geschäftsjahr sowie deine Zielplanung für mindestens die nächsten drei Jahre
  • das Executive Summary (Zusammenfassung)

Darüber hinaus dient dir der Businessplan in allen Belangen, welche die Geschäftsführung betreffen. Er bildet die Basis für Profit, Image und Attraktivität deines Unternehmens. Kurzum – er berücksichtigt alles Wichtige, damit du deinen Platz am Markt langfristig erfolgreich sichern kannst.

 

Was ist wichtig?

Ein guter Businessplan beantwortet überzeugend die Kernfrage: „Warum gerade soll dein Unternehmen künftig erfolgreich sein?“ In deinem Businessplan sind daher alle relevanten Informationen enthalten, um die Machbarkeit und das Potenzial deiner Geschäftsidee zu verdeutlichen. Schnell lassen sich dabei Ungereimtheiten erkennen und an welchen Stellen Nachholbedarf besteht. Somit wird das Risiko zu Scheitern erheblich minimiert. Bei bestehenden Unternehmen gibt ein Geschäftsplan den Weg vor und dient so als Steuerungsinstrument.

 

Wie sieht ein Businessplan aus?
    • Er sollte in erster Linie verständlich geschrieben und klar strukturiert sein – das Auge liest mit!
    • Bestenfalls wird mit den ersten Sätzen Interesse geweckt, sodass man unbedingt mehr über das Vorhaben wissen möchte.
    • Die Beiträge sollen kein Fachreferat über technische Details sein, sondern das eigene unternehmerische Know-how in überzeugender Weise präsentieren.
    • Fremdwörter und Branchenjargon, wenn möglich, vermeiden.
    • Das Layout sollte schön und übersichtlich sein.
    • Kurze Sätze und Absätze sind besser als lange – es erhöht die Lesbarkeit.
    • Ränder nicht zu knapp bemessen.
    • Nicht mehr als 2 bis 3 Schrifttypen verwenden.
    • Kopfzeile mit Logo und Firmennamen versehen (wenn bereits vorhanden).
    • Seitenzahlen angeben.
    • Ein schön gestaltetes Deckblatt rundet den Businessplan ab.

    Wie viele Seiten soll ein Businessplan haben?

    Wie umfangreich ein Businessplan ausfällt, hängt von der Geschäftsidee und ihrer Komplexität ab. Üblich sind 15 bis 30 Seiten. Auf jeden Fall sollte sich jedes Projekt auf maximal 50 Seiten zusammenfassen lassen. Pläne, Verträge, Lebensläufe, Bilder, technische Beschreibungen etc. gehören nicht in den Businessplan. Sie sind dort nur zu erwähnen und dem Anhang zuzufügen. Was die Untergrenze angeht, so sind einige Bestandteile obligatorisch, sodass die Mindestanzahl bei circa 10 Seiten liegt. Als Fazit kann man sagen – mindestens 10 Seiten – maximal 50 Seiten.

     

    ÜBRIGENS

    ein Businessplan/Finanzplan ist nicht nur für Gründer und Start-ups – er ist AUCH geeignet…,

    • …für alle, die sich schon immer mal einen Überblick verschaffen wollen.
    • …für alle, die einfach mal Ordnung in ihre Ausgaben und Einnahmen bringen wollen.
    • …für alle, die sich mehr Klarheit über ihre Finanzen wünschen.
    • …für alle, die noch mehr erreichen wollen.

    Es zeigt sich immer wieder, dass sich die Mühe und Investition in einen Businessplan wirklich lohnt. Auch in schwierigen Zeiten – denn dein Businessplan gibt dir dein Ziel vor – und nur wer sein Ziel kennt, es ständig vor Augen hat, wird wirklich erfolgreich werden.

    Betrachte ihn als flexibles Instrument. Er kann und soll, wenn nötig, an das Marktgeschehen angepasst werden. Dazu musst du deine Planung regelmäßig gegen den Istzustand abgleichen. Idealerweise mindestens einmal im Jahr. Du profitierst auf jeden Fall davon.

    Deinen Businessplan erstellen macht auch unglaublich viel Spaß und du gewinnst viele Erkenntnisse!

    • Indem du deinen Businessplan schriftlich formulierst, führt das dazu, dass klare Bilder in deinem Kopf entstehen.
    • Während dieses Prozesses wird sichtbar, wo du noch gründlicher überlegen musst, um ein einheitliches, stimmiges Bild zu erreichen.
    • Erfahrungsgemäß kommt der Spaß beim Tun.
    • Du wirst dir beim Schreiben in deinen Entscheidungen sicher.
    • Aus einer vagen Vision wird plötzlich ein sichtbares Ziel.
    • Das Schreiben deines Businessplanes ist neben Struktur und Instrument auch ein kreativer Prozess.
    • Es kommen dir beim Schreiben vielleicht neue Ideen und du entwickelst neue Gedankengänge.
    • Vieles wird greifbarer und am Ende bist du stolz und zufrieden, wenn du deinen eigenen Businessplan in deinen Händen hältst.
    • Nutze deinen Plan als Kompass, Werkzeug, Entscheidungshilfe.
    • Werde ein Unternehmer, der seine Ziele planvoll, sicher und mit einer realistischen Zukunftsvision erreicht.

     

    Fazit!

    Ein Businessplan ist also unmöglich in wenigen Stunden zu erstellen. Wird man geführt, braucht man als fleißiger Mensch immer noch mehrere Wochen. Das ist eine Vollzeit Tätigkeit. Ohne Unterstützung wird die Zeit explodieren, da man sich in die vielen Bereiche einer Unternehmertätigkeit erst einarbeiten muss.

     

    Hast du noch Fragen zum Businessplan, oder einen Wunsch für einen weiteren Blogartikel? Dann schreibe mir gerne eine Nachricht per Mail an office@haunholter-consulting.com  oder buche dir einen Telefontermin auf meinem online Kalender und ich melde mich bei dir. Ich freue mich von dir zu hören!

     

     Liebe Grüße

    Johanna